Luftmassenmesser
Der überwiegende Teil der Kraftfahrzeuge auf unseren Straßen wird auch im 21. Jahrhundert mit einer Verbrennungskraftmaschine angetrieben. Diese Motoren, von den deutschen Ingenieuren Nikolaus Otto 1862 und Rudolf Diesel 1893 erfunden, arbeiten heute noch nach dem gleichen Grundprinzip: in einem Zylinder wird ein Gemisch aus Kraftstoff und Luft verbrannt. Diese Verbrennung setzt Energie frei und die wiederum treibt letztendlich unser Fahrzeug an. Jene uns heute so lieb und auch teuer gewordene Art der Fortbewegung hat allerdings einen Nachteil. Bei der Verbrennung des Kraftstoffes, der aus Erdöl hergestellt wird, entstehen, so zu sagen als Abfallprodukt Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid und verschiedene Stickoxide.
Informations- und Einbauvideo über Luftmassenmesser

Foto eines Bosch Luftmassenmesser
Das sind hoch giftige und umweltschädigende Substanzen, die in nicht geringem Maße am fortschreitenden Klimawandel beteiligt sind.
Natürlich ist die Entwicklung der Kraftfahrzeugmotoren nicht stehen geblieben. Moderne Fahrzeuge verfügen über Katalysatoren. Auf chemischen Wege werden hier die giftigen Abgasbestandteile in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt. Kohlendioxid kann von Pflanzen durch Photosynthese in Sauerstoff verwandelt werden. Das Wasser entweicht als Wasserdampf in die Umwelt.
Der Katalysator arbeitet am effektivsten, wenn der Kraftstoff mit einer genau bemessenen Menge Luft verbrennt. Dieses Verhältnis wird in der Motoren- Sprache mit dem griechischen Buchstaben Lambda (λ) bezeichnet. Wird der Kraftstoff mit zu viel Luft verbrannt, bringt der Motor keine Leistung, zu wenig Luft bedeutet viele Abgase. Bei einem Kraftstoff- Luft- Verhältnis von λ = 1 kann der Katalysator optimal arbeiten. Im Auspuff untersucht ständig eine Lambdasonde die Zusammensetzung der Abgase und meldet das Ergebnis dieser Analyse an ein elektronisches Motormanagement- System. Gleichzeitig erhält dieser Rechner durch den Luftmassenmesser eine Information, wie viel Luft vom Motor angesaugt wird. Die Elektronik dosiert jetzt die eingespritzte Kraftstoffmenge genau so hoch, dass die Verbrennung im Motor optimal verlaufen kann. Diesen gesamten Prozess setzt der Fahrer mit seinem rechten Fuß am Gaspedal in Bewegung. Der Luftmassenmesser ist also mitverantwortlich dafür, dass die Arbeit in unserem Benzinmotor sauber erfolgt. Die optimale Verbrennung ist immer die Balance zwischen hoher Leistung und geringem Schadstoffausstoss.
Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts werden in Kraftfahrzeuge Abgasreiniger eingebaut. Die erste Generation waren jedoch noch ungeregelte Katalysatoren, bei denen dei Abgaszusammensetzung und die Benzineinspritzung noch nicht elektronisch geregelt wurden.
Luftmengenmesser
Luftmassenmesser sind nicht mit Luftmengenmesser zu verwechseln. Hier wird der genaue Unterschied zwischen Luftmengenmessern und Luftmassenmessern erklärt.
